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Wir laden Sie gemeinsam mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und dem Netzwerk Agile Kultur herzlich ein, mit uns am 28. November 2022 über zukunftsfähige Selbstverständnisse, Organisationsstrukturen und Arbeitsweisen von Museen zu diskutieren: digital und in verschiedenen Formaten (vom klassischen Input und Gesprächsrunden über Mikrofortbildungen und Workshops). Austauschen, vernetzen, voneinander lernen, sich empowern & gemeinsam weiterkommen – das ist Ziel unserer Tagung. Praxisnähe ist uns dabei ein wichtiges Anliegen! Unterstützt wird die Veranstaltung von den Kulturprojekten Berlin und gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

Titel der Jahrestagung mit einem Netz im Hintergrund und einer nebenartigen Farbwelle, Text: Jahrestagung 2022, Landesverband der Museen zu berlin, Let´s change. Museen in Bewegung, in Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Netzwerk agile Kultur, am 28. November 2022 von 9.30 bis 17 Uhr, digital

Unser Programm

Moderation: Miriam Camara, akoma coaching & consulting

9.30 Uhr

Begrüßungen

Prof. Dr. Patricia Rahemipour, Vorsitzende des Landesverbands der Museen zu Berlin e.V. | Direktorin des Instituts für Museumsforschung, SMB, SPK

Dr. Tobias J. Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. | Dezernent für Kultur und Stadtentwicklung
der Landeshauptstadt Erfurt

Christopher Vila, Netzwerk Agile Kultur

9.50 Uhr

Auftakt & Einführung

Impulse

„Excuse me – Wir haben 2022“
Eda Topyürek, Digital Transformation & Innovation Analyst bei Accenture

„Veränderungen. Und was ist danach anders?“
Stefanie Beckmann, Systemische Coach, Kessels & Smit. The Learning Company

10.30 Uhr

Strukturelle Veränderungen in Museen

Im Gespräch

Olivia Braun, Stabsstelle Organisationsentwicklung des Landesmuseums Württemberg

İdil Efe, Agentin für Diversität der Stiftung Stadtmuseum Berlin

Dr. Torben Giese, Direktor, StadtPalais – Museum für Stuttgart

Sophia Gröschke, Referentin für digitale Transformation in der Querschnittsdirektion für Digitale Transformation und Innovationsmanagement der Klassik Stiftung Weimar

Menekse Wenzler, stellvertr. Direktorin & Verwaltungsdirektorin der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin | Sprecherin des Arbeitskreises Verwaltungsleitung im Deutschen Museumsbund e.V.

11.25 Uhr

Pause

11.35 Uhr

Neue Arbeitsweisen in Museen

Minifortbildungen oder freier Austausch in kleinen Gruppen

Wie in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz internes Wissen geteilt und aufgebaut wird, stellen Antje Brost und Johanna Willner vor. Sie geben außerdem einen Einblick, wie dieses Peer-Learning-Format – das netzWERK – entwickelt wurde, wie die Organisation des Formats mit dem Tool Kanboard funktioniert und welche Erfahrungen und Learnings sie bisher gesammelt haben.

Paulina Seyfried, Kunstwissenschaftlerin, freie Kulturproduzentin und strukturelle Beraterin, gibt Einblicke in ihr interaktives Projekt Manege der Gegenwart. Anhand einer Karte, die auch als Methodenset dient, werden auf spielerische Weise Vorgehensweisen und Schritte skizziert, wie man sich als Team einer Kunst- und Kulturinstitutionen selbst auf den Prüfstand stellen und verorten kann – und zwar in Hinsicht auf die eigene Öffnungs und Transformationsfähigkeit durch kollaborative Mikroprojekte. Hier sind alle richtig, die diskutieren wollen, wie sich im Kleinen Lösungen zu strukturellen Problemen finden lassen.

Ariane Karbe, freiberufliche Ausstellungsdramaturgin in Berlin und Meran,  forscht zum Storytelling und bietet in der Fortbildung einen kritischen Blick auf die gern genutzte Methode: Wie können Museen Storytelling für spannendes Erzählen nutzen, aber ohne Personen auszuschließen? Welche Gefahren gibt es und wie kann man diesen begegnen? Sie gibt einen Einblick, wie Kuratieren und Erzählen weiterentwickelt werden können.

Im Zuge der digitalen Transformation setzt das Jüdische Museum Berlin zunehmend auf agile Arbeitsmethoden, z.B. Kanban oder Scrum. In dieser Fortbildung von Ariane Kwasigroch und Immanuel Ayx, Onlineredaktion des Jüdischen Museums Berlin, werden die einzelnen Rollen, Meetings und Werkzeuge von Scrum vorgestellt. Wer sich übergeordnet noch mehr zur Agilität im Museum informieren will, kann zusätzlich den Workshop am Nachmittag nutzen.

Francesco Bresciani, zuständig für Audience Development in der Stiftung Stadtmuseum Berlin, präsentiert die Methode der Visitor Journey, die dabei hilft, sich in die Denk- und Verhaltensweisen von Besucher:innen hineinzuversetzen und museale Angebote in ein Gesamtbild einzufügen. Ursprünglich kommt diese Methode aus dem User Experience Design und damit aus der Welt der Programmierung, aber Francesco zeigt, wie man sie für das Museum nutzen und Besuchenden eine angenehmen „Museumsreise“ bescheren kann.

Das Format der sogenannten Mikrofortbildungen und eine gemeinsame Wiki-Plattform sollen im Übersee-Museum eingesetzt werden, um den internen Wissensaufbau zu stärken. Etta Grotrian, Stabsstelle digitale Strategie im Übersee-Museum Bremen, teilt Erkenntnisse und Erfahrungen dazu, wie solch ein internes Fortbildungsformat aufgebaut und durchgeführt werden kann – von „wilden“ Versuchen bis hin zu struktureller Umsetzung.

Diese Mini-Fortbildung von Sarah Mewes (NELA. Next Economy Lab) und Theresa Schnell (METRUM Managementberatung) gibt Einblick in Leitprinzipien von Organisationen der sozial-ökologisch tragfähigen und darum „nächsten“ Gesellschaft („Next Society“). Wir werden diskutiert, wie die Handlungsansätze wie „Suffizienz“,  „kollegiale Führung“ und „demokratisches Verantwortungseigentum“ auch Museen zukunftsfähig machen können. Wer einen kurzen Gedankenimpuls sucht, wo es zukünftig mit dem eigenen Museum hingehen kann, findet hier Ideen.

Alternativ zu den Minifortbildungen bieten wir Ihnen Raum, sich in einem kleinen Kreis von zufällig ausgewählten Teilnehmer*innen kennenzulernen, zu vernetzen und sich über neue Arbeitsweisen in Museen auszutauschen. Hinweis: Die Teilnehmer*innen müssen ihr Gespräch selbst gestalten; es gibt keine Moderation.

12.20 Uhr

Institutionelle Selbstverständnisse für die Next Society

Kurzpräsentationen

Felicia Sternfeld,  Geschäftsführende Direktorin des Europäischen Hansemuseums Lübeck

Michael Arnold, Kaufmännische Leitung, Stapferhaus, Lenzburg (Schweiz)

Prof. Johannes Vogel, Ph.D, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin | Vorstandsmitglied Landesverband der Museen zu Berlin e.V.

Noor Mertens, Direktorin des Kunstmuseums Bochums

Lavinia Frey, Geschäftsführerin der Abteilung Programm und Projekte der Stiftung Humboldt Forum

13.00 Uhr

Mittagspause

14.00 Uhr

Kulturpolitik im Wandel

Im Gespräch

Prof. Dr. Wiebke Ahrndt, Präsidentin des Deutschen Museumsbunds e.V. | Direktorin des Übersee-Museums Bremen

Dr. Doreen Mölders, Vorsitzende des Museumsverband Nordrhein-Westfalen | Leiterin des LWL-Museums für Archäologie Herne

Dr. Henning Mohr, Leiter des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin

14.45 Uhr

Pause

15.00 Uhr

Veränderungsprozesse in der Praxis

Workshops und Arbeitsgruppen

Dieser Workshop baut auf konkreten Erfahrungen auf: Aufgrund eines verstärkten Interesses des Jüdischen Museums Berlins an der Produktion digitaler Features in der Pandemie stieg die Arbeitsbelastung für die Online-Redaktion des Museums stark an. Um den Überblick zu behalten, die Nutzer*innen wieder in den Fokus zu rücken und die Aufgaben/Projekte besser zu strukturieren, führte das Team die agile Methode Scrum ein. Ariane Kwasigroch und Immanuel Ayx zeigen auf, welche Vorteile die veränderte Arbeitsweise bringt (mehr Output, höhere Transparenz, bessere Strukturierung). Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen sollen aber auch Herausforderungen diskutiert werden, die sich ergeben, wenn einzelne Abteilungen hierarchisch organisierter Institutionen agile Methoden verwenden. Mit welchen Strategien kann diesen Herausforderungen begegnet werden? Wie kann Akzeptanz für agile Methoden geschaffen und Begeisterung geweckt werden? Diese und weitere Fragen sind Thema dieses Workshops.

Museen als Orte der politischen Bildung zu verstehen, setzt ein bestimmtes Selbstverständnis voraus. Dazu gehört auch, Museen als Teil eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks und Kollaborationen als grundlegende Arbeitsweise zu betrachten. Oft machen sich in Museen einzelne Personen dieses Selbstverständnis zu eigen; in den wenigsten Museen ist es jedoch als institutionelles Selbstverständnis etabliert. Wie stellt man Museen anschlussfähig und kollaborativ auf? Welche Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Haltungen brauchen wir dafür? Wie gehen wir z.B. mit Frust um, der auf Seiten von Museumsmacher*innen und Partner*innen entstehen kann, wenn diese Strukturen nicht gegeben sind? Welchen Handlungsspielraum haben die einzelnen Museumsmacher*innen? Diese und weitere Fragen diskutieren die Teilnehmenden dieser AG ausgehend von einem Impuls von Leonard Schmieding,  Historiker, Geschichtsdidaktiker und Politischer Bildner, zur Etablierung politischer Bildung in Museen in diesem Workshop. Moderiert wird die AG von Mareen Maaß.

Wie wird das Museum zukunftsfähig? Indem Menschen sich einbringen UND entscheiden können! Ein Workshop zum Konsent-Prinzip als Teil des effektiven und wohlwollenden Organisationsmodells der Soziokratie. Konkret geht es in diesem Workshop von Barbara Hölschen vom Museumsverband Hessen e.V. um Fragen wie: Was ist der Unterschied zwischen Konsens und Konsent? Und wie wende ich das Prinzip an? Wie läuft die Moderation ab? Gemeinsam wollen wir testen und uns darüber austauschen, inwieweit dieses Format sich für die Zusammenarbeit im Museum anwenden lässt.

Der Effectuation-Ansatz stammt aus der modernen Entrepreneurship-Forschung und beschreibt unternehmerisches Denken und Handeln als Expertise im Umgang mit Ungewissheit: Gestaltung statt Prognose. Das Framework nutzt agile Praktiken und beruht vorrangig auf einer Entscheidungslogik, die auf Vorhersagen der Zukunft verzichtet und stattdessen auf deren aktive Gestaltung und Kooperation setzt. In diesem interaktiven Workshop stellt Annette Jagla, Strategie- und Organisationsberatung für Kultur und Bildung, das Framework vor und diskutiert mit den Teilnehmer*innen, wie die konkrete Erprobung im eigenen Haus und/oder mit anderen gestaltet werden kann.

Organisationsentwicklung ist als Begriff schon lange in den Museen angekommen. Aber was es genau bedeutet, die Organisation zu entwickeln und als Gesamtheit zu „bewegen“, welche Themen berührt werden, welche Voraussetzungen und Gelingensbedingungen vorliegen müssen, aber auch welche Herausforderungen es gibt, das wird in dieser Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Andrea Hausmann, Institut für Kulturmanagament der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, praxisnah vorgestellt und im Austausch mit den Teilnehmenden diskutiert. Bei der Moderation unterstützt Hendrikje Brüning.

Eine dynamische Welt braucht bewegliche Museen, bringt es die Ankündigung dieser Tagung auf den Punkt. Der Workshop von Dr. Torben Giese, Direktor des StadtPalais – Museum für Stuttgart, stellt davon ausgehend – gemeinsam mit den Teilnehmer*innen – die Frage, wie Museen beweglich werden können und was sie aktuell unbeweglich macht. Dabei ist der Workshop ganz bewusst offen für alle Teilnehmer*Innen der Tagung, denn es sind zwar die Führungspositionen im Museum in der Verantwortung, aber die Beweglichkeit eines Museums steht und fällt mit jeder einzelnen Mitarbeiter*in.

Wirksame Publikumsorientierung ist eine Querschnittsaufgabe für das gesamte Haus. Für viele Museen ist die Erfüllung dieses umfassenden Anspruchs aber nach wie vor eine große Herausforderung. Ausgehend von einem Impuls von Simone Mergen, Direktorin für Bildung und Besucherservice der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, diskutiert diese Arbeitsgruppe konkrete Maßnahmen und Werkzeuge, die dabei helfen können, Besucherorientierung in Haltung und Handeln aller im Museums Tätigen zu verankern. Dabei geht es sowohl um große Strukturveränderungen als auch um kleine Schritte, die auch für Museen, die in ihrer Auseinandersetzung noch am Anfang stehen, umgesetzt werden können.

Viele Museen wünschen sich mehr Vielfalt in ihren Institutionen – wenige tun etwas dafür.  In diesem Workshop von Katja Zelljadt,  Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen | Internationales, sammeln wir Erfahrungen und Ideen und regen einander an, aktiv zu werden. Als ein Beispiel wird das Praktikumsprogramm der Leibniz-Forschungsmuseen „Next Generation“ vorgestellt. Darüber hinaus schauen wir uns internationale Ansätze und spezifische Projekte für die Diversifizierung von Museen an.

In nur sechs Monaten erarbeitete das Team des Deutschen Technikmuseum von Juni bis November 2022 eine Strategie. In verschiedenen Formaten wurden möglichst vieler Mitarbeitende beteiligt. Durch die Erarbeitung und Umsetzung der Strategie sollen die vorhandenen Ressourcen zielgerichtet eingesetzt werden, um den Output des Museums deutlich zu erhöhen. Dabei steht das Ziel einer lernenden Organisation im Vordergrund. Ausgehend von einem Impuls von Joachim Breuninger, Direktor des Deutschen Technikmuseums seit 2020, diskutiert diese Arbeitsgruppe über die Funktionen von Museumsstrategien, die Gestaltung von Erarbeitungsprozessen und die Etablierung dieser in der Museumspraxis. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Prozesse in den Museumsteams gelegt. Moderiert wird die AG von Paul Beaury von Museeon.

Ein großer Teil der Museen in Deutschland gehören zu den kleinen Museen. Noch viel zu oft orientieren sich aber viele Tagungen und Publikationen eher an den Fragen, Bedürfnissen und Möglichkeiten größerer Museen. Wenn das „Klein-sein“ thematisiert wird, dann in der Regel als Nachteil. Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbandes Niedersachsen-Bremen e.V., plädiert dafür – auch vor dem Hintergrund der neuen Museumsdefinition –, kleine Museen in ihrer Rolle als zentrale Kulturakteure vor Ort und in ihrer inhärenten Qualität als Dritte Orte zu stärken. Davon ausgehend werden in der Arbeitsgruppe die Potentiale und Herausforderungen kleiner Einrichtungen diskutiert und Möglichkeiten, sich mit den vorhanden Mitteln strategisch gut aufzustellen, reflektiert. Moderiert wird die Veranstaltung von Fee Wedepohl, COMM: Das Pop-up Büro fürs Museum.

In immer mehr Museen finden sich Museumsmitarbeiter*innen verschiedener Arbeitsbereiche oder – je nach Größe des Museums –  verschiedener Abteilungen  zusammen, um Querschnittsthemen wie Nachhaltigkeit und Diversität gemeinsam anzugehen. Anja Junghans vom LWL-Industriemuseum Henrichshütte sowie Elena Lochmann, Julia Rosenbaum und Kristina Schulz vom Palais Populaire in Berlin teilen in dieser Arbeitsgruppe ihre unterschiedlichen Erfahrungen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen werden unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten, Herausforderungen und Chancen für die Entwicklung der Museen insgesamt diskutiert. Moderiert wird die Veranstaltung von Olivia Braun vom Landesmuseum .

In der Diskussion über die Arbeitswelt der Zukunft ist die Forderung danach, in Rollen statt in Positionen zu denken längst angekommen. Das Entkoppeln von Personen und Rollen verspricht mehr Flexibilität, Effizienz und Qualität. In vielen Museen wird dieses agile Mitarbeitendenverständnis zumindest schon im Ansatz, jedoch eher notgedrungen gelebt, da es oftmals an Personal mangelt. Was bisher jedoch kaum geschieht, ist eine Ausdehnung dieses Verständnisses auf Externe – und hier schlummert ein enormes Potenzial. Am Beispiel der Ausstellungsgestaltung wird in diesem Workshop von Caroline Kaiser und  Matthias Burzinski von destinetChange, gemeinsam diskutiert, wie dieses Potential stärker von Museen genutzt werden kann.

Wer kümmert sich in eurem Museum eigentlich um’s Digitale? Gibt es bei euch eine digitale Abteilung, macht ihr alles alleine oder habt ihr vielleicht sogar einen Digital Director? Im Rahmen der Arbeitsgruppe von Matthias Stier und Barbara Thiele, Sprecher*innen der Fachgruppe Digitale Transformation des LMBs, möchten wir darüber diskutieren, welche Jobprofile und Personen Museen benötigen und v.a. wo diese Stellen angesiedelt sind, um erfolgreich digital arbeiten zu können.

16.30 Uhr

Fazit und Ausblick

Im Gespräch

Prof. Dr. Patricia Rahemipour, Vorsitzende des Landesverbands der Museen zu Berlin e.V. | Direktorin des Instituts für Museumsforschung, SMB, SPK

Paul Spies, stellvertr. Vorsitzender des Landesverbandes der Museen zu Berlin e.V. | Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin

17.00 Uhr

Ende

Unser Thema

Die Gesellschaft ist in Bewegung und die Museen befinden sich mittendrin. Themen wie Digitalität, Diversität und Nachhaltigkeit fordern große Veränderungen; die Auswirkungen der großen Krisen unserer Zeit wie der Corona-Pandemie, dem Krieg gegen die Ukraine, der Energie- und die Klimakrise sind deutlich zu spüren. Zusätzlich ist die Konkurrenz um das Publikum, die Verteilung öffentlicher Mittel und qualifizierte Arbeitskräfte härter geworden.

Wie gut es den Museen gelingt, sich gesellschaftlichen Realitäten und Entwicklungen zu stellen sowie produktiv mitzugestalten, hat also wesentlichen Einfluss auf ihre Zukunftsfähigkeit. In der Praxis zeigt sich immer deutlicher: Es reicht nicht aus, hier allein mit Einzelmaßnahmen zu reagieren. Diese Aufgabe kann nur als Gemeinschaftsaufgabe des ganzen Hauses angegangen werden. Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen sowie das dahinterliegende institutionelle Selbstverständnis müssen hinterfragt und weiterentwickelt werden. Eine dynamische Welt braucht bewegliche Museen. 

Welche Organisationsformen passen sich flexibel an Umweltveränderungen an? Wie können Änderungsprozesse realisiert werden? Und welche (kultur-)politischen Rahmenbedingungen werden benötigt? Die Diskussion um die Transformation der Museen hat in den vergangenen Jahren immer mehr Fahrt aufgenommen. Daran möchten wir mit unserer digitalen Jahrestagung anknüpfen anknüpfen.

Dabei ist uns Praxisnähe ein wichtiges Anliegen. Herzlich laden wir Museumsmacher*innen bundesweit und aller Arbeitsbereiche zu einer Diskussion über die kleinen Schritte und großen Veränderungen, über Erfolgreiches wie Gescheitertes und offene Fragen ein. Gerne möchten wir Gelegenheit zum Voneinander lernen und zur Vernetzung bieten. Die Veranstaltung wird bei Bedarf in deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Die Tagung wird in einem Schwerpunkt in den Kulturpolitischen Mitteilungen der Kulturpolitischen Gesellschaft dokumentiert.