LMB-Jahrestagung am 26. November 2014
"Ausbildung fürs Museum"

Begrüßende Worte erfolgten durch Herrn Prof. Dr. Dirk Böndel, Direktor des Deutschen Technikmuseums und Herrn Prof. Dr. Bernhard Graf, Leiter des Instituts für Museumsforschung und 1. Vorsitzender des Landesverbandes der Museen zu Berlin.

Der erste Vortrag von Prof. Dr. Tobias Nettke von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin stellte die Studiengänge Museumskunde (Bachelor) und Museumsmanagement und kommunikation (Master) vor. Bestandteil dieser Studiengänge ist die Durchführung eines Projektes in direkter Zusammenarbeit mit den Museen über ein bis zwei Semester hinweg. Die Projekte sollen den Studierenden Kernaspekte der Museumsarbeit wie Sammeln, Inventarisieren, Bewahren, Management und Kommunikation (Ausstellungs-, Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit) auf praktische und anschauliche Weise erfahrbar machen.

Zum Studiengang Museumskunde/ HTW Berlin

Zum Studiengang Museumsmanagement und -kommunikation/ HTW Berlin

Im Anschluss daran gaben Frau Prof. Dr. Bénédicte Savoy und Frau Dr. Andrea Meyer vom Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin einen Einblick in den noch jungen Studiengang Kunstwissenschaft/ Museum (Master). Als innovatives Charakteristikum des Studiengangs legten die Referentinnen die Betonung auf die Kooperation mit den musealen Einrichtungen auf der Museumsinsel Berlin, welche für die Studentinnen und Studenten die Möglichkeit einer unmittelbaren Lehrmethode vor dem Original bietet. Als Vorbild für dieses Konzept wurde auf Paris verwiesen, wo ähnliche Lehransätze in Kollaboration mit dem Musée du Louvre bereits eine lange Erfolgsgeschichte aufweisen können.

Zum Studiengang Kunstwissenschaft und -technologie/ TU Berlin

Frau Swenja Wirtz, Wissenschaftliche Museumsassistentin in Fortbildung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Volontärinnen und Volontäre im Landesverband der Museen zu Berlin, sprach über das Format des wissenschaftlichen Volontariats als berufsbegleitende Ausbildung an Museen. Dabei ging Sie auf Chancen und Perspektiven ein, die sich aus dem Volontariat entwickeln können, schloss aber auch Probleme nicht aus, welche sich durch den arbeitsrechtlich nicht gesicherten Status des Volontariats ergeben. Darüber hinaus gab Frau Wirtz Empfehlungen, sowohl für die Museen als auch für die Volontärinnen und Volontäre selbst, wie die Ausbildung möglichst gewinnbringend und lehrreich zu gestalten sei.

Zum Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum/ Deutscher Museumsbund, ICOM Deutschland

Der letzte Vortrag am Vormittag von Herrn Prof. Dr. Bernhard Graf zum Thema „Ausbildung im Museum“ gab einen Überblick über berufsbegleitende Weiterbildungsangebote für wissenschaftliche Volontäre und Kuratoren an Museen. Im Fokus standen dabei Veranstaltungen des Instituts für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin und des Weiterbildungszentrums der Freien Universität Berlin. Im Rahmen dessen erging der Hinweis, dass zur Kompetenzsteigerung des Museumspersonals die Notwendigkeit bestünde, Fortbildungen verstärkt als Arbeitszeit anzuerkennen.

Zu den Weiterbildungsmöglichkeiten des Deutschen Museumsbunds

Zum Weiterbildungszentrum der FU Berlin

Nach einer kurzen Mittagspause fand am Nachmittag die Mitgliederversammlung des LMB statt und im Anschluss daran, ein Workshop zur Langen Nacht der Museen.