Informationsveranstaltungen 2017

6. Dezember 2017 | Erfahrungsaustausch Digitalisierung |
17:00 - 18:30 Uhr

In Anknüpfung an die Informationsveranstaltung zum Thema »Digitalisierung in Kultureinrichtungen« wurde im Dezember die Möglichkeit gegeben, mit Kolleg_innen in Kontakt zu treten. Nach vier Kurzvorträge von Kolleg_innen aus den Berliner Museen gab es die Möglichkeit sich intensiv über bisherige Erfahrungen zu Projekten im Bereich Digitalisierung auszutauschen und sich gemeinsam bestehenden Problemen bei deren Planung und Umsetzung zu stellen.

Helen Reich von den Staatlichen Museen zu Berlin betreut die Objektdatenbank MuseumPlus und leitet den Umstieg auf MuseumPlus RiA. Sie führt Schulungen durch, kennt daher die Anwendungsgebiete der digitalen Dokumentation von Sammlungen. Frau Reich berichtete von Ihrem Arbeitsalltag und den Herausforderungen.

Bettina Gries entwickelt für die Stiftung Deutsches Technikmuseum eine »Digitale Strategie«. Sie stand im Dezember noch am Anfang des Projektes und hatte gerade die Beteiligung der Mitarbeiter_innen des Hauses in einer viermonatigen Workshop-Phase erarbeitet. Sie berichtete von der Methodik der Strategiebildung, ihren Erfahrungen und kleinen Teilprojekten.

Thomas Jabs ist Fotoarchivar im Museum für Kommunikation Berlin. Er betreut u.a. die Fotosammlung. Zu seinen Aufgaben gehört die Inventarisierung und Digitalisierung von Fotos sowie das Einpflegen der produzierten Daten in eine Bilddatenbank. Herr Jabs berichtete von seiner Arbeit.

Dr. Manfred Wichmann ist Kurator Sammlungen und Archiv der Stiftung Berliner Mauer. Als Sammlungsleiter und Projektleiter des ersten Digitalisierungsprojekts der Stiftung (2016) berichtete er aus Gedenkstättenperspektive vonErfahrungen zum Thema Digitalisierung mit Schwerpunkt Metadaten, offene Daten und Formatfragen.

 

21. September 2017 | Digitalisierung in Kultureinrichtungen |
17:00 - 18:30 Uhr

Anja Müller und Marco Klindt (digiS) | zum Bericht

Im Herbs widmeten wir uns dem Thema Digitalisierung. Da das Thema so facettenreich ist, konzentrierte sich diese Infoveranstaltung auf die ersten Schritte bei Digitalisierungsvorhaben in Kultureinrichtungen sowie die Fördermöglichkeiten des Landes Berlin und die Aufgaben der Servicestelle Digitalisierung.

Die Veranstaltung wurde von Anja Müller, Projektkoordinatorin, und Marco Klindt aus dem Bereich Forschung und Entwicklung der Servicestelle Digitalisierung (digiS) geleitet. Die Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin ist eine Einrichtung zur spartenübergreifenden Beratung, Koordinierung und Unterstützung von Digitalisierungsprojekten in Berlin. Seit 2012 unterstützt das Land Berlin, die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Kultureinrichtungen bei der Digitalisierung ihrer Sammlungen und Bestände. Ziel ist es, das digitale Kulturgut über das Internet für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen und es dauerhaft verfügbar zu halten. Es wurde auch auf den Umgang mit den drei großen Herausforderungen der Digitalisierung eingegangen: Rechte, Langzeitverfügbarkeit und Datenmodellierung.

 

22. Juni 2017 | Freundeskreise für Kultureinrichtungen – Nutzen und Organisation | 17:00-18:30 Uhr

Dr. Katharina von Chlebowski (Geschäftsführerin des Vereins der Freunde der Nationalgalerie)

Bei unserer Sommerveranstaltung erläuterte Dr. Katharina von Chlebowski, Geschäftsführerin des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, den Nutzen von Freundeskreisen und gab Einblick in deren Organisation. Die studierte Kunsthistorikerin und Betriebswissenschaftlerin bringt ihr Fachwissen in beiden Bereichen sowohl praktisch im Rahmen ihrer Tätigkeit für den Freundeskreis ein als auch theoretisch bei Vorträgen, wie zum Beispiel über die innovative Führung von Kulturorganisationen. Mit dem Verein der Freunde der Nationalgalerie betreut sie einen der größten und bedeutendsten  Museums-Freundeskreise Deutschlands, der mit seinen 1.400 Mitgliedern für sechs Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin zuständig ist.

In einem Vortrag sprach Dr. Katharina von Chlebowski über ihre dort gesammelten Erfahrungen und vermittelte dabei Praxistipps zur Zusammenarbeit zwischen Freundeskreisen und Kultur­einrichtungen. Die Vorteile und Möglichkeiten eines aktiven Fördervereins wurden thematisiert und Eckpunkte einer gelungenen und fruchtbaren Kollaboration festgemacht. Darüber hinaus sprach Dr. Katharina von Chlebowski über die breiten Handlungs­optionen von Freundeskreisen, die nicht nur Ankäufe unterstützen, sondern auch ganze Ausstellungen fördern können, wie zum Beispiel in der von ihr mit dem Freundeskreis organisierten Sonderausstellung »Das MoMa in Berlin« in der Neuen Nationalgalerie.

 

7. März 2017 | Steuerrechtliche Hintergründe zu Sponsoring in Kultureinrichtungen | 17:00 - 18:30 Uhr

Sascha Voigt de Oliveira (KPMG)

Im Rahmen eines Vortrags wurden die Grundlagen zum Steuerrecht rund um das Thema Sponsoring in Kultureinrichtungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten verschiedener Trägertypen erläutert. Die Teilnehmenden erfuhren, wie sich das aktive Sponsoring vom passivem abgrenzt, wie sich beide Formen charakterisieren und welche steuerrechtlichen Folgen mit ihnen einhergehen. Hierzu wurden konkrete Hilfestellungen und Tipps für die Formulierung von Vertragsklauseln an die Hand gegeben. Außerdem wurde dargelegt, welche Vor- und Nachteile andere Fundraisinginstrumente aus Sicht des Steuerrechts mit sich bringen.