Sponsoring und Fundraising für Museen 

5. Februar 2016 | 17:00 – 19:00 Uhr

Anja Butzek ist studierte Kulturmanagerin, Germanistin und Theaterwissenschaftlerin. Ihr berufliches Spektrum umfasst langjährige Tätigkeiten an renommierten deutschen Theatern und beim Fernsehen. Das Fundraising für das Jüdische Museum Berlin hat Anja Butzek 2001 mit aufgebaut. Seit 2007 leitet Sie dort die Development-Abteilung und lehrt als Dozentin im Studiengang Museumskunde an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW).

Im Rahmen der LMB-Informationsveranstaltung gab Frau Butzek Einblicke in die Arbeit der Development-Abteilung des Jüdischen Museum in Berlin. Besonders hervorgehoben wurden der Vorteil einer langfristigen Strategie, eine Vertrauensbasis unter den Mitarbeitern des Museums und eine gut funktionierende Netzwerkarbeit, insbesondere im Bereich des Friendraising. Letzteres wird im Jüdischen Museum vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Museums vorangetrieben, welcher bereits mit der Gründung des Museums ins Leben gerufen wurde.

Um neue Sponsoren zu gewinnen, beziehungsweise bereits bestehende zu halten, organisiert das Jüdische Museum zudem exklusive Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Fundraising-Dinner mit Preisverleihung, bei welchem sich Unternehmen Tische einkaufen können. Auch andere Kooperationen mit Schulen oder anderen Partnern tragen zum Erfolg der Development-Abteilung bei.

Foto: Ausserhofer/Breloer/Lopata/Wagenzik/Bolk | © JMB

Darüber hinaus betonte Frau Butzek die Notwendigkeit einer gut gepflegten Spendendatenbank, die eine Historie aller Sponsoren sichtbar macht und eine individuell abgestimmte Kommunikation ermöglicht.

Um die Glaubhaftigkeit des Museums zu wahren, sollte allgemein bei allen Unternehmungen das Leitbild des Museums im Vordergrund stehen.

In der anschließenden Diskussionsrunde wies Frau Butzek Möglichkeiten auf, wie Museen ihr Fundraising und Sponsoring optimieren können, auch wenn keine eigene Abteilung für diesen Aufgabebereich existiert. Außerdem wurde die Problematik vorgebracht, wenn Förderverein und Museumsdirektion gegeneinander anstatt miteinander arbeiten und besprochen, wie das Verhältnis verbessert werden kann.