Führung zur Fortbildung der Arbeitsgruppe Wissenschaftliche Volontär_innen Berlin & Brandenburg am 21. Februar 2017

Ernst Ludwig Kirchner - Hieroglyphen

Hamburger Bahnhof, Staatliche Museen zu Berlin

Ausstellungsdauer: 23. September 2016 26. Februar 2017

Führung: Geneviève Debien (Wiss. Volontärin, Neue Nationalgalerie, SMB)

Am 21. Februar fand die Volo-Führung durch die Ausstellung „Ernst Ludwig Kirchner: Hieroglyphen“ im Hamburger Bahnhof statt. Ernst Ludwig Kirchner hat die Abstrahierung des Dargestellten durch eine Reduktion der Form als „Hieroglyphe“ bezeichnet. Diesem Konzept konnten die Volontär_innen in der Ausstellung nachgehen. Der Kern der Ausstellung bestand aus der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, ergänzt durch Leihgaben, u.a. Zeichnungen und Fotografien von Kirchner selbst. So ermöglichte die Ausstellung einen Überblick über die verschiedenen Phasen des Schaffens Kirchners. Gezeigt wurde sie im Hamburger Bahnhof, wo während der Sanierung der Neuen Nationalgalerie ein Raum für die klassische Moderne geboten wird.

Blick in die Ausstellung © Hamburger Bahnhof, SMB. Foto: G. Debien

Der Ausstellungsort verstärkte die Verbindung des Oeuvre Kirchners mit der zeitgenössischen Kunst: Ein Film von Rosa Barbas leitete zu Beginn der Ausstellung den Blick mithilfe einer poetischen und verbindenden Bild-, Raum- und Tonsprache in die Depots der momentan nicht zugänglichen Sammlung der Neuen Nationalgalerie ein. Die Gemälde Rudolf Stingels reflektierten ausgehend von den Fotografien Ernst Ludwig Kirchners das Thema Medien und Identität.

Die Suche Ernst Ludwig Kirchners nach einer neuen Bildsprache bleibt bis zum heutigen Tag ein prägender Ankerpunkt im Kunstfeld.

Text: Geneviève Debien