Führung zur Fortbildung der Arbeitsgruppe Wissenschaftliche Volontär_innen Berlin & Brandenburg am 11. Oktober 2017

Erich „Wüste“ Hoffmann und der Berliner Radsport

„Ich gebe nicht auf, ich fahre weiter!“ von Florian Müller, Maike Priesterjahn, Sandra Stahl, Matthias Stier und Stephanie Thom

Ausstellungsdauer: 26. Juli bis 15. Oktober 2017

Führung: Florian Müller, Maike Priesterjahn, Matthias Stier (Deutsches Technikmuseum | Wiss. Volontariat)

Radsport war im Berlin der 1930er und 1940er Jahre ein Massenphänomen. Er lockte regelmäßig tausende begeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer an die Strecken und in die Arenen. Befördert wurde die Sportbegeisterung durch die Medien und die an Bedeutung gewinnende Sportfotografie. Immer häufiger wurde über Wettkämpfe, Rekorde, Siege und Niederlagen berichtet.

Der Berliner Radprofi Erich „Wüste“ Hoffmann (1912-1990) gehörte zu den Publikumslieblingen dieser Zeit. Nahm er an nationalen und internationalen Radsportwettbewerben teil, war aus den Zuschauerreihen ein schallendes „Wüüüste!“ zu hören. Siegreich war er unter anderem beim Mannschaftsrennen in der Deutschlandhalle 1935, in der „Stunde der Giganten“ 1937 und bei der Stehermeisterschaft in Nürnberg 1943.

Führung durch die Ausstellung © Foto: Tatjana Teller

Das Historische Archiv des Deutschen Technikmuseums verfügt über den umfangreichen Nachlass des Ausnahmetalents. Er umfasst Zeitungsartikel, Sportkalender, Mitgliedsausweise von Fahrradverbänden, Auszeichnungen und Fanpost, die seine Radsportkarriere dokumentieren. Eine Auswahl dieser Dokumente präsentieren Volontär_innen des Deutschen Technikmuseums anlässlich des 200. Jubiläums der Erfindung des Fahrrads erstmals der Öffentlichkeit.

In ihrer Führung am 11. Oktober brachten sie den wissenschaftlichen Volontär_innen aus Berlin und Brandenburg Erich Hoffmann und seine Zeit näher. Zudem gaben sie Einblicke in die Möglichkeiten, Herausforderungen und Fallstricke bei der Ausstellungsgestaltung – vom ersten Brainstorming bis zur öffentlichkeitswirksamen Bewerbung der fertigen Ausstellung.

Text: Florian Müller, Maike Priesterjahn, Matthias Stier