Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der Schutz- und Hygienevorschriften

Im April 2020 hatten wir Ihnen Handlungsempfehlungen - übernommen aus einem Merkblatt des Museumsverbands des Landes Brandenburg - zur Verfügung gestellt. Hier führen wir die Empfehlungen auf, die noch gültig sind (mit geringfügigen Aktualisierungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

!!!Sorgen Sie immer dafür, dass Ihre Besucher*innen die Möglichkeit haben, 1,5 Meter Abstand zu halten!!!

1. Definieren Sie eine maximale Anzahl von Besucher*innen, die sich gleichzeitig in Ihrem Haus aufhalten können, ohne dabei den vorgeschriebenen Mindestabstand zu unterschreiten. Sorgen Sie dafür, dass sich nie mehr als diese Anzahl Besucher*innen gleichzeitig in Ihrem Haus aufhält. (Einlasskontrolle, elektronisches Ticketsystem mit Zeitfenstern u.ä.).

Der Museumsverband Brandenburg hat berechnet, wie viel Platz notwendig ist, damit die anwesenden Personen 1,5 Meter Abstand halten können und empfiehlt als Faustregel eine Person pro 15 Quadratmeter begehbare Ausstellungsfläche. In der derzeit gültigen Berliner Infektionsschutzverordnung gibt es für Museen keine explizite Angabe. Für sog. Verkaufsstellen in geschlossenen Räumen gibt die Verordnung "pro 10 qm 1 Person" vor (siehe § 5 (4)).

2. Bieten Sie nur Führungen und Veranstaltungen an, bei denen die Hygienevorschriften und Abstandsregeln problemlos eingehalten werden können.

4. Markieren Sie am Kassenbereich einen Abstandsbereich zum Tresen. Markieren Sie auf dem Boden den Mindestabstand, der in einer Warteschlange einzuhalten ist. Beachten Sie, dass sich im Wartebereich nie mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen und stellen Sie dies durch eine Einlasskontrolle sicher.

5. Schützen Sie Ihr Personal: Installieren Sie am Eingangstresen einen Schutz gegen Tröpfcheninfektion („Spuck-Schutz“), z.B. aus Plexiglas oder unter Verwendung von stabiler Folie. Stellen Sie Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter*innen zur Verfügung. Stellen Sie möglichst von Bar- auf Kartenzahlung um.

6. Mitarbeiter*innen, die einer Risikogruppe angehören (Vorerkrankungen, Alter etc.) sollten in Bereichen ohne Publikumskontakt eingesetzt werden. Sollte das aus personaltechnischen Gründen nicht umsetzbar sein, ist für diese Kolleg*innen besonders auf die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu achten.

7. Garderoben, bei denen Personal Kleidung bzw. Taschen entgegennimmt, sollten geschlossen bleiben. Verweisen Sie auf Garderobenständer bzw. ggf. Garderobenschränke und Schließfächer.

8. Türklinken, Geländer, Garderobenschränke, Schließfächer etc. sind regelmäßig mehrmals täglich zu desinfizieren. Orientieren Sie sich dabei am Besucheraufkommen. Alternativ bieten Sie Desinfektionsmöglichkeiten für die Besucher*innen an.

9. Kontrollieren Sie in den Sanitärräumen, dass stets genug Papierhandtücher o.ä. vorrätig sind. Stellen Sie, wenn möglich, Desinfektionsmöglichkeiten für Besucher*innen zur Verfügung.

10. Bieten Sie Audioguides nur noch an, wenn eine gründliche  Desinfektion nach jeder Nutzung möglich ist.

11. Innerhalb der Ausstellungen: keine VR-Anwendungen und Hands-on-Objekte anbieten. Touchscreens entweder regelmäßig nach jeder Nutzung desinfizieren oder abschalten.

12. Achten Sie vor allem bei sehr kleinen Ausstellungsräumen (< 20 qm) auf die Einhaltung des Mindestabstands. Eine Absperrung von solchen Ausstellungsbereichen sollte nur im Notfall erfolgen, besser ist eine Zugangsreglementierung durch eine Aufsichtskraft.

13. Kommunizieren Sie Ihre „Corona-Regeln“ deutlich lesbar am Eingang sowie mehrfach innerhalb des Hauses. Weisen Sie dabei auch auf die allgemeinen Standards (Händewaschen, Empfehlung eines Mundschutzes, kein Besuch bei akuten Atemwegserkrankungen) hin. Aufsichtskräfte sind zu schulen, die Besucherinnen und Besucher freundlich auf die Einhaltung der Regeln, insbesondere des Mindestabstands hinzuweisen.