Die Sitzungen der Fachgruppe Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik 2009 – 2011
Ein Rückblick
2009
12. März 2009 von 15 bis 17 Uhr
Thema:
„Herausforderung Kulturmarketing"
Die Agentur MetaDesign war verantwortlich für die überaus erfolgreiche MoMA-Kampagne im Sommer 2004, die 1,2 Millionen Besucher und 3.600 Pressemeldungen brachte. Bis heute spricht man vom „MoMA-Effekt", wenn es um wirksames Kulturmarketing geht. Dieser Kampagne schlossen sich nahtlos die Erfolge der Ausstellungskommunikation für „Die schönsten Franzosen kommen aus New York" (2007) und „Babylon. Mythos und Wahrheit" (2008) an. Weil sich für einen Großteil der Berliner Museen die Budgets für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bzw. Kommunikation und Marketing nicht mit diesen Großprojekten messen lassen können, widmeten sich die Referenten über diese Beispiele hinaus strategischen und kreativen Fragen rund um die besondere Herausforderung Kulturmarketing.
Referenten: Uli Mayer-Johanssen, Vorstandsvorsitzende der MetaDesign AG, und ihren Mann, Klaus-Peter Johanssen,
17. Juni 2009 von 15 bis 17 Uhr
Themen / Referenten:
- Zwischenbilanz zum Projektfonds Kulturelle Bildung: „Der „Geist" des Projektfonds - und wie er sich auf dem Terrain der Museumspädagogik bewegt", (Kulturprojekte GmbH, Frau Meyer, Projektleiterin)
- Erfahrungsbericht aus einem Förderprojekt: Museum für Film und Fernsehen, Herr Sehrt, und die Vertreterin des kooperierenden Albrecht-Dürer Gymnasiums Neukölln, Frau Liebig.
- Präsentation der Ergebnisse einer Umfrage zu Ausstattung und Angebotsstruktur der Museumspädagogik an Berliner Museen (Fachgruppe, LMB, Stefan Bresky)
23. September 2009 von 15 bis 18 Uhr,
Themen / Referenten:
- „Die Neuausrichtung der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) unter besonderer Berücksichtigung der Kooperations- und Werbemöglichkeiten für die reichhaltige Berliner Museumslandschaft" von Hilde Daniel, Leiterin der Abteilung Kultur / Kulturbeauftragte.
- „Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Museen - Die Entwicklung des Museumsportals Berlin" von Annette Meier und Nadja Mahler, verantwortlich für die Redaktion des Museumsportals bei der Kulturprojekte Berlin GmbH, resümieren die Erfahrungen seit dem Launch.
3. Dezember 2009 von 15 bis 17 Uhr
Thema:
Rundgang durch die Ausstellung "Anders zur Welt kommen: Das Humboldt-Forum im Schloss" im Alten Museum unter besonderer Berücksichtigung der Vermittlungsstrategien. Diese Werkstattausstellung will Leitideen aus Sicht der beteiligten Projektpartner (Staatlichen Museen zu Berlin, Humboldt Universität zu Berlin und Zentral- und Landesbibliothek Berlin) präsentieren. Demzufolge stehen drei Themenkomplexe im Zentrum der Ausstellung: Die Geschichte des Sammelns meist außereuropäischer Objekte in Berlin und des Umgangs mit ihnen, die Deutung von Exponaten aus unterschiedlichen Perspektiven sowie die Relevanz aktueller Forschung, Technologien und Vermittlungsstrategien der beteiligten Institutionen für das Humboldt-Forum.
2010
11. Februar 2010 von 15 bis 17 Uhr
Themen / Referenten:
- Besuchermonitoring-Projekt „KULMON" von Ina Frodermann, Öffentlichkeitsarbeit, Deutsches Historisches Museum
- „Zeit-Ticketing Neues Museum" von Christoffer Richartz, Leiter Besucherdienste der Staatlichen Museen
16. Juni 2010 von 15 bis 17 Uhr
Thema:
Wozu ist Twitter, Facebook oder ein Weblog gut? - Web 2.0 im Kulturbetrieb
Mittels Web 2.0 erreiche man hohe Aufmerksamkeit mit einem geringen Budgeteinsatz, die Botschaften verbreiten sich von selbst „viral" über YouTube. Neue Zielgruppen könnten angesprochen, das Image verbessert und Sponsorengelder akquiriert werden. Dafür müsse man einfach nur authentisch sein, Partizipation leben und Transparenz zeigen. Stimmt das? Wie kommuniziert man in diesem neuen Medium, welche der vielen neuen Tools sind wirklich nützlich, welche Ziele kann man damit erreichen, wie geht man bei der Web 2.0-Implementierung vor? Und welche Risiken gibt es zu beachten?
Referentin:
Karin Janner, Kulturmanagerin und Marketingberaterin (Schwerpunkte Kulturmarketing, Online-Marketing, Social Media, Web 2.0), freiberuflich tätig; Mitorganisatorin der stARTconference, Konferenz zu Kultur + Web 2.0 (inhaltliche Konzeption, Marketing, PR)
4. November 2010 von 15.30 bis 17.30 Uhr
Thema:
Im Herbst 2010 startete die Offensive „Kulturelle Vielfalt - Be Diverse". Ein zweitägiges Symposium hatte sich zum Auftakt unter anderem mit der Frage auseinander gesetzt, was wir in Berlin mit unserer kulturellen Vielfalt machen können und wo die besonderen kulturpolitischen Aufgaben und Herausforderungen für die Zukunft liegen. Im Folgenden wurden in Kooperation mit der Hertie-Stiftung erfolgreiche „Best Practice Beispiele" für Berlin vorgestellt. In der Sitzung wurden bisherige Meilensteine resümiert und ein Ausblick gegeben. Der Referent stand außerdem für die zahlreichen, interessierten Fragen zur Verfügung.
Referent:
Helge Rehders von der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten
9. Dezember 2010 von 16 bis 18 Uhr
Thema:
Besuch der Ausstellung „WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin" in den Martin-Gropius-Bau mit einem der verantwortlichen Kuratoren. Die Humboldt-Universität, die Charité, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sowie die Max-Planck-Gesellschaft veranstalten anlässlich ihrer Jubiläen gemeinsam mit der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, der Freien Universität, der Technischen Universität sowie dem Museum für Naturkunde und den Staatlichen Museen eine große Panoramaausstellung zu 300 Jahren Wissenschaften in Berlin. Als großes Gemeinschaftsprojekt ist diese Panoramaausstellung das zentrale Ereignis des Berliner Wissenschaftsjahres 2010. Berlin präsentiert sich mit der ersten Gesamtberliner Wissenschaftsausstellung seit der Wiedervereinigung als innovative, weltoffene und ihrer wechselhaften Geschichte bewusste Wissenschaftsmetropole.
2011
17. Februar 2011 von 16 bis 18 Uhr
Thema:
„Darf und kann man Hitler ausstellen?"
Die Kuratorin Dr. Simone Erpel führte durch die Ausstellung „Hitler und die Deutschen - Volksgemeinschaft und Verbrechen", bei der erstmals der Fragestellung nachgegangen wird, worauf die Faszination Hitlers in der Bevölkerung zurückzuführen ist. Dazu gehören auch die Fragen nach der breiten gesellschaftlichen Akzeptanz, auf die Hitler in Deutschland traf und welche Ängste er mobilisierte und welche Sehnsüchte er bündelte. In diesem Zusammenhang werden erstmals Briefe von Bewunderern aus dem Jahre 1932 ausgestellt. Nach dem Ausstellungsrundgang wurde das museumspädagogische Vermittlungsangebot für die Sekundarstufen I und II vorgestellt.
26. Mai 2011 von 16 bis 18 Uhr
Thema:
Die Kommunikationsstrategie der Staatlichen Museen zu Berlin unter neuer Leitung der Kommunikationsabteilung in der Generaldirektion.
Referentinnen:
Mechtild Kronenberg, Leiterin der Abteilung Presse, Kommunikation und Sponsoring der Staatlichen Museen zu Berlin; Hie-suk Yang, als freie Mitarbeiterin in der Abteilung mitverantwortlich für den Bereich Social Media, Corinna Salmen, Wissenschaftliche Museumsassistentin in Fortbildung
6. Oktober 2011 von 16 bis 18 Uhr
Thema:
Vorstellung des „Studios MP" (praxisbezogener Werkraum) der Staatlichen Museen zu Berlin: Entstehungsgeschichte, Zielgruppen und das museumspädagogische Vermittlungsangebot. Im Anschluss an eine mündliche Einführung fand eine praxisorientierte Präsentation eines kunstpädagogischen Workshops inklusive Rundgang durch die Gemäldegalerie statt.
Referentinnen:
Anne Richter, museumspädagogische Angestellte bei den SMB; Birgit Bellmann, freischaffende Künstlerin und erfahrene Kunstpädagogin bei den SMB, statt.
8. Dezember 2011 von 16 bis 18 Uhr
Thema:
Fremdführungen in Museen.
Anstoß der Diskussion gab der Artikel aus der taz. Im Mai 2011 („Erklärer müssen draußen bleiben"): 2 freiberufliche Kunsthistorikern war als externen Gruppenführern der Zugang für eine Führung im Martin Gropius Bau verwehrt worden. Sie fordern nun den freien Zugang für Vermittlungsarbeit.
Die Fachgruppe diskutierte vornehmlich über zwei Punkte: Die Qualität der Führungs- und Vermittlungsarbeit von eigenen Mitarbeitern, Dienstleistern für Museen und Fremdanbieter, z.B. von Tourismusgruppen sowie die Organisation und Steuerungsprozesse.
Das ausführliche Protokoll und die Liste aller Referntinnen und Referenten finden Sie hier.